AUFGABE 3 SEMINAR


SEMINAR “DAS KLEINE HAUS”
AUFGABE 3: DIE TRANSFORMATION DES HAUSES
Schauen Sie sich das Haus nochmal an. Von Außen und von Innen. Mit einem Einblick in die verschiedenen
Hintergrundebenen, zum Beispiel wenn es darum geht, zu klären, wie das Gebäude in
seinen Kontext eingebunden ist, wie und in welcher Zeit es entstanden ist, wie es im Grundriss und
in seiner räumlichen Ordnung funktioniert oder wie es in seiner körperlichen Erscheinung aufgebaut
und gegliedert ist, usw.
Wenn es in den zwei ersten Übungen um die möglichst sachliche Beschreibung ging, kommen wir
nun zu einer Bewertung. Ist es dem Architekten tatsächlich gelungen mit dieser spezifischen Form
die Entwurfsideen umzusetzen? Alle diese Häuser sind Experimente und als solche nach ihrem
Nutzen und Nachteilen zu hinterfragen. Versuchen Sie ein differenziertes Bild vom Haus bzw. eine
kritische Betrachtung des Entwurfes herzustellen. Welche Aspekte des Hauses sind bemerkenswert?
Was ist weniger gut gelungen bzw. wurde nicht angenommen oder umgesetzt? Was ist im
Sinne des architektonischen Anspruchs der Unterschied zu einem gewöhnlichen kleinen Haus?
Die dritte Aufgabe beschäftigt sich mit der (strukturellen, ironischen, überspitzten, entschärften,
verschleiernden, etc.) Transformation des Charakters des Hauses in ein experimentelles Objekt.
Diese kleine Entwurfsaufgabe erfolgt in zwei Schritten:
Schritt 1: Finden Sie eine Fotografie, die ein oder mehrere Charakteristika/Essenzen des Hauses
assoziativ beschreibt. Gesucht und gefunden in den Archiven, Bibliotheken oder den Weiten des
Internets. Wichtig ist, dass dieses Bild keine Abbildung des jeweiligen Hauses zeigt, sondern eine
subjektive Interpretation bildet. Damit wird die bisherige Beschreibungsübung im Wort und Bild
um eine geschärfte Wahrnehmung einer bestimmten architektonischen Situation erweitert. Dieser
Fokus bildet die eigentliche Basis für die dritte Abgabeleistung.
Schritt 2: Die bildhafte Herauslösung der Kernaussage des Hauses soll nun in eine letzte Architekturzeichnung
überführt werden. Übertragen sie diese Essenz in eine Form. Zeichnen Sie ein
Objekt, welches das Haus ihrer Ansicht nach beschreibt und bewertet. Dieses Objekt kann dabei
eine neue Konfiguration der Materialien des Hauses sein, ein bestimmtes Detail einer Ecke, welche
skaliert oder überhöht wird, ein neu entworfenes Möbelstück, welches die Charakteristika des
Hauses wiedergibt, eine Farbigkeit oder Textur, die das Haus belebt und in einer Skulptur verstärkt
zum Ausdruck kommt – alles ist möglich, solange es zum Verständnis der jeweiligen Architektur
verholfen wird: Wer die Bauten anderer versteht und sie beschreiben kann, der kann auch seine
eigene Arbeit — sich selbst und anderen — erläutern.
Die Zeichnungsart, die für diese Transferaufgabe angewendet wird, ist eine frei wählbare axo-/isonometrische
Zeichnung. Um den Kreis zu schließen wird die neu erzeugte Form in seiner wahrnehmbaren
Oberfläche als Findling oder Objekt Trouvé dargestellt. Wir stehen davor und betrachten
es. Entwerfen rückwärts!
Abgabeleistung:
Palimpsest (Überarbeitung des bestehenden Textes)
Kürzen bzw. komprimieren Sie ihren Text und ergänzen Sie das Beschriebene durch ihre eigene
kritische Betrachtung.
Zeichnungen: Linienzeichnung / CAD / Photoshop / Illustrator 
Colorierte Isometrische Axonometrie: 
> Winkel frei wählbar, außer der bisher angewendete (30°-30°) 
Vergleichen SIe dazu die beigefügten Referenzen. 
(Maßstabslos)
Vorgaben für die Abgabe: 
> Text in Word/Pages-Dokument 
> Schriftart: Arial. Schriftgröße: 12 
> Zeichnungen in PDF und DWG 
> Linie: Schwarz – 0.10 mm / 0.28 pt. Einheitliche Linienstärke. 
> Farben, Schraffuren, Texturen erwünscht.